Suchanfragen nach Escort-Services in der Schweiz 2026
Von Luca Kraus und dem Gingr-Team, 19. Oktober 2026
Über eine Million Mal im Monat wird in der Schweiz laut Semrush-Schätzung bei Google nach Begriffen rund um Escort, erotische Kontakte und erotische Massage gesucht, hochgerechnet rund 12,6 Millionen Mal im Jahr. Suchen nach Portalnamen, etwa nach xdate oder and6, sind da noch nicht mitgezählt. Sie kommen auf weitere rund 25 Millionen im Jahr. Für die Auswertung hat Gingr Suchmaschinendaten (Semrush, Google Trends) mit den Bevölkerungszahlen des Bundesamts für Statistik verknüpft. Die Studie schätzt die Nachfrage nach Escort-Begriffen je Kanton und vergleicht die Sprachregionen.
Kernzahlen auf einen Blick
- 1'052'970 Suchanfragen im Monat, hochgerechnet rund 12,6 Millionen im Jahr, verteilt auf 4'248 Suchbegriffe
- Davon 796'590 (76 %) zur erotischen Kontaktsuche, meist nach dem Muster "sex + Ortsname"
- Davon 170'640 (16 %) zu Escort-Begriffen, etwa mit escort, escorte, callgirl oder begleitservice
- Davon 85'740 (8 %) zu erotischer Massage
- Nicht enthalten sind Suchen nach den Namen von 13 Branchenportalen. Laut Semrush-Schätzung kommen sie auf weitere rund 2,1 Millionen im Monat. Zusammen ergibt das hochgerechnet rund 38 Millionen Suchanfragen im Jahr.
- Pro Kopf sucht das Tessin am häufigsten nach Escort-Begriffen: 74 Suchanfragen im Monat je 1'000 Einwohner:innen, in Zürich sind es 14 (Schätzung ohne Grenzkorrektur, siehe Grenzszenarien)
- Auf den ersten acht Plätzen des Pro-Kopf-Rankings stehen die sieben Kantone der lateinischen Schweiz und Graubünden (Schätzung, ohne Korrektur für die Grenzregion)
- Der Kanton Genf ist das meistgesuchte Escort-Ziel: 26'380 Escort-Suchanfragen im Monat enthalten einen Ortsnamen aus dem Kanton Genf, mehr als bei jedem anderen Kanton
- Bei Deutschschweizer Orten dominiert das Muster "sex + Ortsname". Auf die Kontaktsuche mit Orten in den Kantonen Zürich und Bern entfallen je über 120'000 Anfragen im Monat
- "sex inserate" verliert im Jahresvergleich 13 bis 15 Prozent, "sex date" gewinnt rund 40 bis 60 Prozent dazu (Google-Trends-Index, Aug. 2025 bis Jul. 2026 gegenüber Aug. 2024 bis Jul. 2025)
- Bei den meisten Begriffen liegt die Spitze im Dezember oder im Juli: "sex date" liegt im Dezember 33 Prozent über dem Jahresmittel, "escorte" im Juli 18 Prozent
- Rund 21'000 Suchanfragen im Monat gelten Escorts in der ausländischen Grenzregion, vor allem in Como (8'670) und Annemasse (6'420)
Alle Zahlen sind Monatsdurchschnitte, sofern nicht anders angegeben. Semrush, Datenbank Schweiz: Suchbegriffe Stand 24.07.2026, ergänzte Massage- und accompagnatrici-Begriffe 14.10.2026, Portalnamen 21.09.2026. Google Trends: 01.08.2024 bis 31.07.2026, Abruf 14.10.2026. Bevölkerung: BFS STATPOP, 31.12.2025. Veröffentlicht am 19.10.2026. Quellenangabe bei Verwendung: Gingr, Suchnachfrage-Studie 2026.
Wie gross die Nachfrage ist
Die 4'248 Suchbegriffe kommen zusammen auf 1'052'970 Anfragen im Monat. Diese Summe setzt sich aus drei sehr ungleich grossen Teilen zusammen.
Der grösste Teil, und zwar mit Abstand, hat mit dem Wort Escort nichts zu tun. 796'590 Anfragen im Monat entfallen auf die erotische Kontaktsuche, meist nach dem Muster "sex + Ortsname" (etwa sex bern, sex basel, sex chur). Wer so sucht, stösst bei Google meist auf Erotik-Inserate. Geprüft haben wir das an elf Suchbegriffen dieses Musters, die zusammen auf rund 137'000 Anfragen im Monat kommen. Die Auswahl reicht bewusst von grossen Städten wie Bern und Zürich bis zu kleineren wie Solothurn und Baden. Von den jeweils ersten zehn Treffern, insgesamt 110, führen 89 auf Inserateportale oder auf die Erotik-Rubriken von Kleinanzeigenportalen. Das sind vier von fünf (Semrush, Stand 30.09.2026).
Auf Escort-Begriffe im engeren Sinn entfallen 170'640 Anfragen im Monat, darunter escort, escort girl, escort zurich oder escort lugano. Erotische Massagen kommen auf 85'740. Im Jahresvergleich wächst das Suchinteresse (Google-Trends-Index) bei "escort" um 7 Prozent, bei "sex in" um 9 Prozent.
Suchen nach Portalnamen sind darin nicht mitgezählt. 13 Plattformnamen der Branche, Gingr eingeschlossen, kommen laut Semrush-Schätzung zusammen auf rund 2,1 Millionen Anfragen im Monat (Stand 21.09.2026). An der Spitze stehen xdate mit rund einer Million und and6 mit 544'000. Ein erheblicher Teil dieser Markensuchen dürfte von wiederkehrenden Nutzer:innen stammen, die eine bekannte Website über Google aufrufen statt über ein Lesezeichen. Mit generischer Nachfrage ist das nicht gleichzusetzen.
Rechnet man beides zusammen und zieht die wenigen Überschneidungen ab (siehe Methodik), kommt man auf rund 3,2 Millionen Suchanfragen im Monat, hochgerechnet rund 38 Millionen im Jahr.
Welcher Kanton am häufigsten nach Escort-Begriffen sucht
Die Antwort hängt davon ab, wie man fragt. Deshalb rechnet die Studie mit zwei Methoden, die die Suchen auf unterschiedliche Weise den Kantonen zuordnen.
Die erste Methode fragt, wo die Suchenden sitzen. Die 170'640 monatlichen Anfragen nach Escort-Begriffen werden dafür anhand der regionalen Google-Trends-Daten auf die Kantone verteilt und pro Kopf gerechnet. Das Ergebnis ist eine Schätzung. Vorne liegt das Tessin mit 74 Suchanfragen im Monat je 1'000 Einwohner:innen, dahinter folgen der Jura (32), das Wallis (28) und Genf (27). Zürich liegt mit 14 im Mittelfeld, Schlusslicht ist Appenzell Ausserrhoden mit 8.
Ein Teil der Tessiner Suchen dürfte Escorts in der italienischen Grenzregion gelten, etwa in Como. Im Begriffskorb sind solche Suchen nicht enthalten, den Trends-Wert des Tessins dürften sie aber anheben. Rechnet man alle 9'180 Anfragen nach der italienischen Grenzregion dem Tessin zu und zieht sie ab, fällt sein Wert auf 48 je 1'000. In diesem Szenario bleibt das Tessin auf Platz 1. Statt gut das Fünffache des Zürcher Werts ist es dann noch knapp das Dreieinhalbfache.
Dasselbe gilt für die anderen Grenzkantone, am stärksten für Genf. Zieht man alle 8'570 Anfragen nach Orten in den französischen Nachbardepartementen Haute-Savoie und Ain, etwa Annemasse oder Annecy, vom Genfer Wert ab, fällt er auf 11 je 1'000. Genf fiele damit auf Rang 18. Der Genfer Wert hängt also stark davon ab, woher diese Suchen stammen. Im ungünstigsten geprüften Fall werden alle Suchen nach der ausländischen Grenzregion beim angrenzenden Kanton abgezogen und beim Tessin zusätzlich alle 6'080 Suchen nach Mailand. Grenzt eine Nachbarregion an mehrere Kantone, ist die Zuordnung eine Annahme, etwa Domodossola beim Tessin, Pontarlier bei Neuenburg und Mulhouse bei Basel-Stadt. Auch dann bleibt das Tessin vorne (31 je 1'000, vor dem Wallis mit 28). Der Jura fällt in diesem Szenario von 32 auf 24, abgezogen sind 660 Anfragen nach Belfort, Audincourt und Delle. Dem Wallis ist kein Grenzort zugeordnet, sein Wert bleibt bei 28.
| Kanton | Ausgangswert je 1'000 | Abzug Grenzregion (Anfragen/Monat) | Wert im strengsten Szenario |
|---|---|---|---|
| Tessin | 74 | 15'170 (9'090 italienische Grenzregion, 6'080 Mailand) | 31 |
| Jura | 32 | 660 (Belfort, Audincourt, Delle) | 24 |
| Wallis | 28 | 0 | 28 |
| Genf | 27 | 8'570 (Haute-Savoie, Ain) | 11 |
Grenzszenarien zu Methode 1 (Schätzung). Die Abzüge nehmen an, dass alle Suchen nach der jeweiligen Grenzregion aus dem angrenzenden Kanton stammen. Die Zuordnung der 9'090 italienischen Anfragen zum Tessin umfasst auch 90 Anfragen nach Orten an der Bündner Grenze.
| Rang | Kanton | Je 1'000 Einw./Monat | Absolut/Monat |
|---|---|---|---|
| 1 | Tessin | 74 | 26'500 |
| 2 | Jura | 32 | 2'400 |
| 3 | Wallis | 28 | 10'500 |
| 4 | Genf | 27 | 14'600 |
| 5 | Waadt | 25 | 21'800 |
| 6 | Graubünden | 24 | 5'100 |
| 6 | Freiburg | 24 | 8'500 |
| 8 | Neuenburg | 21 | 3'800 |
| 9 | Appenzell Innerrhoden | 19 | 300 |
| 10 | Uri | 16 | 600 |
| 11 | Zürich | 14 | 22'800 |
| 11 | St. Gallen | 14 | 7'500 |
| 13 | Aargau | 13 | 10'000 |
| 13 | Basel-Stadt | 13 | 2'700 |
| 15 | Luzern | 12 | 5'500 |
| 15 | Obwalden | 12 | 500 |
| 15 | Bern | 12 | 13'100 |
| 15 | Solothurn | 12 | 3'400 |
| 19 | Basel-Landschaft | 10 | 3'100 |
| 19 | Glarus | 10 | 400 |
| 19 | Zug | 10 | 1'400 |
| 19 | Schwyz | 10 | 1'700 |
| 23 | Schaffhausen | 9 | 900 |
| 23 | Nidwalden | 9 | 400 |
| 23 | Thurgau | 9 | 2'800 |
| 26 | Appenzell Ausserrhoden | 8 | 500 |
Methode 1, Escort-Begriffe (Summe aller Kantone: 170'640 Anfragen im Monat). Schätzung aus Google-Trends-Werten je Kanton, Bevölkerung (BFS, 31.12.2025) und Semrush-Volumen, ohne Grenzkorrektur. Die Kantonswerte sind Modellschätzungen. Suchen nach ausländischen Zielen können die regionale Verteilung beeinflussen; die Grenzszenarien oben zeigen mögliche Auswirkungen. Absolutwerte auf Hunderter gerundet. Gleiche Werte teilen sich einen Rang. Für Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri und Zug ist die Datenbasis dünn, ihre Werte sind mit Vorsicht zu lesen.
Die zweite Methode dreht die Frage um: Welche Orte werden gesucht? Jeder Escort-Suchbegriff mit einem Ortsnamen (escort zurich, escort geneve) wird dem Kanton zugeordnet, in dem der Ort liegt. Suchen nach "sex + Ortsname" bleiben hier aussen vor. Der Kanton Genf liegt mit 26'380 ortsbezogenen Anfragen im Monat vorne und führt auch im Verhältnis zu seiner Bevölkerung (49 je 1'000 Einwohner:innen), vor dem Tessin (40), Neuenburg (36) und dem Jura (30).
Die beiden Rechnungen messen nicht dasselbe. Die erste zeigt, wo gesucht wird, die zweite, welche Orte gesucht werden. Trotzdem kommen beide zum gleichen Bild, die lateinische Schweiz liegt vorne. Nach der ersten Methode wird dort pro Kopf zweieinhalbmal so oft nach Escort-Begriffen gesucht wie in der Deutschschweiz. Nach der zweiten entfallen auf Orte der lateinischen Schweiz, bezogen auf die Bevölkerung, sogar viereinhalbmal so viele Anfragen wie auf Orte der Deutschschweiz. Im ungünstigsten geprüften Fall für die Grenzkantone (siehe oben) schrumpft der Vorsprung nach der ersten Methode auf das 1,8-Fache.
Allerdings misst das nur die Suche nach Escort-Begriffen, nicht die gesamte Suchnachfrage des Begriffskorbs. Das macht einen erheblichen Unterschied, wie der nächste Abschnitt zeigt.
Wie die Sprachregionen suchen
Die Deutschschweiz und die lateinische Schweiz benutzen beim Suchen andere Wörter. Das zeigen die Google-Trends-Werte je Kanton, die angeben, wo gesucht wird (Index, höchster Kanton = 100). Bei "escort" liegt das Tessin bei 100, die übrigen Kantone der lateinischen Schweiz liegen bei 24 bis 37, die meisten Deutschschweizer Kantone bei 11 bis 19. Bei "sex in" ist es umgekehrt: Die Deutschschweizer Kantone liegen bei 38 bis 100, die Kantone der lateinischen Schweiz bei 7 bis 19.
Dasselbe Bild zeigen die Orte, nach denen gesucht wird. Bei Suchen nach Orten in der Romandie und im Tessin lautet das Suchwort meist einfach "escort". Neun von zehn Escort-Suchen mit einem Westschweizer Ortsnamen lauten auf "escort" (escort geneve, escort lausanne), jede zehnte auf "escort girl". Das französische "escorte" kommt kaum vor. Bei Tessiner Ortsnamen steckt in über 99 Prozent der Suchen das Wort "escort", etwa bei escort lugano oder escort locarno. Das italienische "accompagnatrici" lässt sich bei Google Trends nur im Tessin messen, und auch dort bleibt es klein: Suchbegriffe damit kommen auf 140 Anfragen im Monat.
Auch in der Deutschschweiz ist das Wort bekannt. Bei Deutschschweizer Orten dominiert aber das Muster "sex + Ortsname", und damit kehren sich die Verhältnisse um. In der Kontaktsuche entfallen die grössten Volumen auf Orte in den Kantonen Zürich und Bern, je über 120'000 Anfragen im Monat. Danach folgen Aargau, St. Gallen, Luzern und Basel-Stadt. Tessiner Orte kommen auf 10'470 Anfragen, 1,3 Prozent dieses Segments. Bezogen auf die Bevölkerung entfallen auf Deutschschweizer Orte gut viermal so viele dieser Anfragen wie auf Orte der lateinischen Schweiz.
Je nachdem, welchen Begriffskorb man nimmt, kippt das Ranking also in die eine oder die andere Richtung. Was sich vor allem unterscheidet, ist das Vokabular. Es liegt nahe, dass die tatsächliche Nachfrage gleichmässiger über das Land verteilt ist, als es eine einzelne Rangliste vermuten lässt. Mit Suchdaten allein lässt sich das aber nicht belegen.
Die Nachfrage über die Grenze
Rund 21'000 Suchanfragen im Monat aus der Schweiz gelten Escorts in der ausländischen Grenzregion. 11'280 davon richten sich nach Frankreich, vor allem nach Annemasse an der Grenze zu Genf (6'420) und nach Annecy (1'090). 9'180 richten sich nach Italien, fast alle nach Como (8'670). "escort como" allein kommt auf 8'100 Anfragen im Monat, mehr als jeder Suchbegriff mit einer Tessiner Stadt. Deutschland, Österreich und Liechtenstein kommen zusammen auf 600 Anfragen.
Als Gründe liegen die Nähe zur Grenze, etwa bei Grenzgänger:innen, oder Preisunterschiede zum benachbarten Ausland nahe. Mehr als eine Vermutung ist das nicht, denn Suchdaten zeigen keine Motive. In den 1'052'970 Anfragen des Begriffskorbs sind diese Suchen nicht enthalten, in der Kantonsrechnung ebenfalls nicht, weil sie die Werte der Grenzkantone verzerren würden.
Wann gesucht wird: Dezember und Juli
In den 24 Monaten des Erhebungszeitraums liegt die Spitze bei den meisten untersuchten Begriffen im Dezember oder im Juli.
Im Dezember liegt "sex in" 16 Prozent über dem Jahresmittel, "sex date" sogar 33 Prozent (Google-Trends-Index, Monatsdurchschnitte). Bei "escort girl", "sex in" und "sex date" liegt die stärkste einzelne Woche des ganzen Zeitraums in beiden Abrufen in der Weihnachtszeit, in den Wochen ab dem 21., 22. oder 28. Dezember.
Im Juli liegt "escort" 9 Prozent über dem Jahresmittel, das französische "escorte" 18 Prozent. Für beide war der Juli in beiden untersuchten Jahren der stärkste Monat, für "sex in" und "sex date" war es in beiden Jahren der Dezember. Welche Monate am ruhigsten sind, hängt vom Begriff ab.
Vom Inserat zum Date: wie sich die Suchsprache verschiebt
Auch die Begriffe selbst ändern sich. Wörter aus der Zeit der Kleinanzeigen verlieren an Boden: "sex inserate" geht im Jahresvergleich um 13 bis 15 Prozent zurück, "sexkontakte" um 8 bis 13 Prozent. "sex date" dagegen legt um rund 40 bis 60 Prozent zu (Google-Trends-Index, August 2025 bis Juli 2026 gegenüber August 2024 bis Juli 2025). Die Spannen kommen daher, dass die Daten zweimal abgerufen wurden und die Werte bei selten gesuchten Begriffen schwanken.
Man kann das als Verschiebung lesen: weg vom Durchblättern von Inseraten, hin zur direkten Verabredung. Mehr als eine Lesart ist das aber nicht. Hinter "sex date" kann auch die Suche nach einem unbezahlten Date stehen, der Begriff ist nicht trennscharf. Den Rückgang der Inserate-Begriffe zeigen allerdings beide Abrufe.
Methodik
Datenbasis
Die Studie stützt sich auf drei Quellen:
- Suchvolumen von Semrush (Datenbank Schweiz, Broad Match, ab 10 Anfragen im Monat). Die Werte sind Durchschnitte über zwölf Monate. Stand: Suchbegriffe 24.07.2026 (einzelne per Abfrage vom 30.09.2026 ergänzt oder bestätigt), ergänzte Massage- und accompagnatrici-Begriffe 14.10.2026, Portalnamen 21.09.2026, Google-Treffer 30.09.2026.
- Regionale und zeitliche Verteilung aus Google Trends (Region Schweiz, 01.08.2024 bis 31.07.2026, alle Kategorien, Websuche, jeder Begriff einzeln und ohne Ausschlussfilter abgefragt, Abruf 14.10.2026; für die Spannen im Jahresvergleich zusätzlich ein Abruf vom Juli 2026). Abgefragt wurden escort, escort girl, escorte, begleitservice, callgirl, accompagnatrici, sex in, sex date, sex inserate, sexkontakte und erotische massage.
- Ständige Wohnbevölkerung laut Bundesamt für Statistik (STATPOP, Stand 31.12.2025).
Begriffskorb
Ausgewertet wurden 4'248 Suchbegriffe, fast alle in Deutsch, Englisch, Französisch oder Italienisch, mit zusammen 1'052'970 Anfragen im Monat, aufgeteilt in drei Segmente. Die Beispiele sind nicht abschliessend.
- Escort-Begriffe, 170'640 Anfragen im Monat: escort, escort zurich, escort geneve, escort girl lausanne, escort lugano, begleitservice, callgirl basel, accompagnatrici ticino
- Erotische Kontaktsuche, 796'590 Anfragen im Monat: sex bern, sex in zürich, sexkontakte, sex inserate, sex date, sexe delemont, incontri sesso ticino
- Erotische Massage, 85'740 Anfragen im Monat: erotische massage, erotische massage zürich, tantra massage, nuru massage, massage erotique lausanne, massaggi erotici
Nicht berücksichtigt wurden Begriffe ohne erotischen Bezug (darunter der Ford Escort mit 247 eigenen Suchbegriffen), Suchen nach Pornos und Videos, Informationssuchen (etwa nach Bedeutung, Preisen oder Jobs), Suchen nach Zielen im Ausland und Begriffe mit weniger als 10 Anfragen im Monat.
Begriffe mit eindeutigem Bezug zu Pornografie, etwa “sex video” oder “porno sex”, sind nicht im Begriffskorb. Bei manchen Begriffen lässt sich nicht trennen, ob jemand ein bezahltes Angebot oder Pornografie sucht, zum Beispiel bei “sex massage”. Solche Begriffe sind enthalten.
Ortsnamen, die es auch im Ausland gibt, etwa Freiburg oder Rheinfelden, sind der Schweiz zugeordnet. Da die Suchdaten aus der Schweiz stammen, dürften mehrheitlich die Schweizer Orte gemeint sein. Die Orte wurden anhand des amtlichen Ortschaftenverzeichnisses der Schweiz (swisstopo) erkannt.
Suchen mit den Namen der 13 Branchenportale sind in der Regel nicht im Begriffskorb, auch nicht in Verbindung mit einem Ort oder Angebot (etwa "xdate basel" oder "xdate sex"). Die Studie weist sie zur Einordnung separat aus: Die 13 Markennamen, je Marke über alle Schreibweisen und Wortkombinationen summiert (Broad Match), kommen laut Semrush-Schätzung auf rund 2,1 Millionen Anfragen im Monat. Andere Plattform- und Kleinanzeigennamen in Verbindung mit einem Angebot oder Ort, etwa "anibis escort lausanne", zählen zum Begriffskorb, ebenso Suchen nach der Bewertungsplattform Escort Advisor (2'420 Anfragen im Monat). Ausnahme sind acht Suchbegriffe, die einen der 13 Portalnamen mit einem Angebotswort und meist einem Ort verbinden, etwa "sex zürich xdate". Sie stecken in beiden Zahlen. Zusammen kommen sie auf 1'040 Anfragen im Monat, weniger als 0,1 Prozent der Gesamtsumme. In der Gesamtzahl von rund 38 Millionen im Jahr sind sie nur einmal gezählt.
Suchen nach Escorts in der ausländischen Grenzregion sind separat ausgewiesen. Zur Grenzregion zählen Orte in den Departementen, Provinzen und Landkreisen, die an die Schweiz grenzen, dazu der Bodensee und Liechtenstein. Mailand gehört nicht dazu.
Kantonsrechnung
Google Trends liefert pro Kanton keine absoluten Zahlen, sondern einen Index für den Anteil eines Begriffs an allen Suchanfragen im Kanton. Die Studie gewichtet diese Indizes mit der Kantonsbevölkerung, verteilt so das nationale Semrush-Volumen des jeweiligen Begriffs auf die Kantone und summiert über sechs Begriffsgruppen (escort, escort girl, escorte, begleitservice, callgirl, accompagnatrici). Jeder Suchbegriff ist genau einer Gruppe zugeordnet, kein Volumen wird doppelt gezählt. Dabei wird angenommen, dass in allen Kantonen pro Kopf ähnlich viel bei Google gesucht wird. Das Ergebnis ist eine Schätzung, keine Messung.
Fehlen für einen Kanton Trends-Werte, zählt der Begriff dort mit 0. Ein fehlender Wert bedeutet bei Google Trends nicht zwingend null Suchen, sondern zu wenige für eine Auswertung. Geprüft wurden deshalb drei andere Annahmen: fehlende Werte als halber kleinster Wert des Begriffs, die drei kleinen Begriffsgruppen (begleitservice, callgirl, accompagnatrici) weglassen und ihr Volumen anteilig auf die übrigen verteilen, oder ihr Volumen wie bei "escort" verteilen. Dabei verschieben sich die Kantonswerte um weniger als einen halben Punkt je 1'000 Einwohner:innen, die Reihenfolge der ersten zehn Kantone bleibt gleich.
Die zweite Methode ordnet Escort-Suchbegriffe mit Ortsnamen dem Kanton des Orts zu. Sie stützt sich auf denselben Begriffskorb, ordnet aber anders zu, und ergänzt die erste um eine zweite Sicht. Sie zeigt, welche Orte gesucht werden, nicht, wo die Suchenden wohnen. Die Schätzwerte der ersten Methode bestätigt sie deshalb nicht. Ortsnamen, die in mehreren Kantonen vorkommen, zählen im Total mit, aber in keinem einzelnen Kanton.
Zur lateinischen Schweiz zählt die Studie die Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Tessin, Waadt und Wallis, zur Deutschschweiz die übrigen 19 Kantone. Die Einteilung ist vereinfacht: Die zweisprachigen Kantone Bern, Freiburg und Wallis sowie das dreisprachige Graubünden sind jeweils ganz einer Gruppe zugeordnet.
Google-Treffer
Für die Aussage zu den Google-Treffern wurden elf Begriffe des Musters "sex + Ortsname" ausgewertet: sex bern, sex in bern, sex basel, sex luzern, sex zurich, sex winterthur, sex chur, sex in chur, sex thun, sex solothurn und sex baden. Zusammen kommen sie auf rund 137'000 Anfragen im Monat (Semrush, Stand 24.07.2026), pro Begriff zwischen 2'900 und 27'100. Die vier meistgesuchten Begriffe dieses Musters sind unter den elf. Ausgewertet wurden jeweils die ersten zehn organischen Treffer (Semrush, Datenbank Schweiz, Stand 30.09.2026), eingeordnet nach Domain und URL-Pfad.
Zeitverlauf
Für den Jahresvergleich wird der Durchschnitt der Wochenwerte von August 2025 bis Juli 2026 mit dem von August 2024 bis Juli 2025 verglichen. Der Saisonindex setzt den Durchschnitt je Kalendermonat ins Verhältnis zum Durchschnitt aller Monate (100). Ausgewertet sind die 104 Wochen mit Beginn zwischen dem 01.08.2024 und dem 31.07.2026, jede Woche zählt zum Monat ihres ersten Tages. Google Trends arbeitet mit Stichproben, und bei selten gesuchten Begriffen schwanken die Werte zwischen zwei Abrufen. Für diese Begriffe nennt die Studie die Spanne aus zwei Abrufen (Juli und Oktober 2026), bei "sex date" auf Zehner gerundet (43 und 63 Prozent). Alle übrigen Werte zum Zeitverlauf stammen aus dem Abruf vom Oktober.
Limitationen
Der Begriffskorb misst Suchen, nicht die Absicht dahinter. Nicht jede Suche nach "sex + Ortsname" oder "sex date" gilt einem bezahlten Angebot.
Google Trends arbeitet mit Stichproben. Für Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri und Zug fehlen bei "escort girl" oder "escorte" Werte, ihre Ergebnisse sind mit Vorsicht zu lesen. Für die kleinen Begriffsgruppen liefert Google Trends nur in wenigen Kantonen Werte: begleitservice in drei, callgirl in fünf, accompagnatrici nur im Tessin. Sie machen zusammen 1'610 Anfragen im Monat aus, unter 1 Prozent der Escort-Begriffe.
Die Trends-Abfragen erfassen alle Suchen, die den jeweiligen Begriff enthalten, auch solche, die im Begriffskorb ausgeschlossen sind. Bei "escort" ist das rund ein Drittel des Semrush-Volumens aller Suchbegriffe mit diesem Wort, vor allem Suchen nach Zielen im Ausland und in der Grenzregion. Ford Escort macht rund 3 Prozent aus. Die Kantonsrechnung nimmt an, dass sich die ausgeschlossenen Suchen ähnlich auf die Kantone verteilen wie die übrigen. Auch der Zeitverlauf von "escort" enthält diese Suchen.
Für die Grenzregion trifft diese Annahme kaum zu. Suchanfragen nach der ausländischen Grenzregion sind aus der Kantonsrechnung ausgeschlossen, die Trends-Indizes der Grenzkantone dürften sie aber anheben, vor allem im Tessin und in Genf. Seinen ersten Platz behält das Tessin in allen geprüften Szenarien. Der Genfer Wert hängt dagegen stark davon ab, woher die Suchen nach der französischen Grenzregion stammen (siehe Abschnitt zu den Kantonen).
Semrush-Exporte sind auf 10'000 Begriffe begrenzt. Beim Begriff "sex" fehlen deshalb Suchbegriffe mit 10 bis 20 Anfragen im Monat. Die Gesamtzahl liegt dadurch schätzungsweise 1 bis 2 Prozent zu tief. Die Schätzung überträgt die Verteilung der Suchvolumen aus vollständigen Exporten (etwa "escort" und "sex in") auf den Export "sex" und rechnet mit dem Anteil der Begriffe, die in dessen untersten erfassten Stufen in den Begriffskorb aufgenommen wurden. Die Spanne ergibt sich aus unterschiedlichen Bezugsstufen.
Die Bereinigung des Begriffskorbs erfolgte regelbasiert. Einzelne Grenzfälle, etwa Auslandsorte oder Preissuchen, wurden dabei nicht erkannt. Sie machen zusammen unter 0,1 Prozent der Gesamtsumme aus.
Die Semrush-Werte stammen aus Abfragen vom Juli bis Oktober 2026. Weil es Zwölfmonatsdurchschnitte sind, decken die im Oktober ergänzten Begriffe einen um knapp drei Monate verschobenen Zeitraum ab. Sie machen rund 6 Prozent der Gesamtsumme aus. Die Jahreszahlen sind Hochrechnungen aus diesen Monatsdurchschnitten, keine Summen für ein Kalenderjahr.
Semrush-Werte sind Schätzungen und werden in Stufen ausgewiesen. Suchvolumen zählen Suchvorgänge, nicht Personen. Ein Begriff kann auch von wenigen Leuten sehr oft gesucht werden.
Kurzfristige lokale Ereignisse wie das WEF oder die Art Basel liessen sich in den Daten nicht messen.
Über die Herausgeberin
Herausgeberin der Studie ist Gingr (G-IT AG). Gingr betreibt selbst eine Plattform in diesem Markt und gehört damit zu den untersuchten Anbietern. Die Auswertung stützt sich ausschliesslich auf Daten von Semrush, Google Trends und dem Bundesamt für Statistik. Plattformdaten von Gingr sind nicht eingeflossen.
Zitieren und Kontakt
Die Zahlen dieser Studie dürfen mit Quellenangabe frei zitiert werden. Zitierweise: Gingr, Suchnachfrage-Studie 2026, gingr.ch.
Medienanfragen und Rohdaten für Redaktionen: info@gingr.ch. Auf Anfrage schicken wir Redaktionen die vollständigen Ranking-Tabellen und die Datengrundlage der Charts.