Sex im Auto: Stellungen, die wirklich Platz haben
Das Wichtigste in Kürze
- Der Fahrersitz scheidet aus. Alles, was im Auto funktioniert, findet auf dem Beifahrersitz oder auf der Rückbank statt.
- Vorne klappt die Reiterstellung, vorwärts wie rückwärts. Hinten gehen Doggy, Löffelchen und Oralsex.
- In einem Kombi oder Van mit umgeklappter Rückbank hat man eine Liegefläche und damit fast alle Möglichkeiten.
- Zwei Decken, bequeme Kleidung und Tücher im Kofferraum bringen mehr als jede Stellung.
- Rechtlich ist das kein Problem, solange niemand zuschaut. Die Details erklärt ein eigener Artikel.
Unten folgt, was auf welchem Sitz geht und wie man sich darauf vorbereitet.
Warum der Fahrersitz wegfällt
Das Lenkrad ist im Weg, die Pedale sind im Weg, und bei einem Schaltgetriebe kommt noch der Hebel dazu. Wer es trotzdem auf dem Fahrersitz probiert, versteht nach einer Minute, warum es sonst niemand tut. In den meisten Autos lässt sich das Lenkrad zwar etwas nach oben verstellen, aber nie so weit, dass dahinter zwei Leute Platz haben.
Es gibt noch einen zweiten Grund, und der hat wenig mit Komfort zu tun. Auf dem Fahrersitz sitzt man am Steuer, und sobald das Auto rollt, gilt das Strassenverkehrsgesetz. Wie es mit der Rechtslage bei Sex im Auto aussieht, also während der Fahrt, auf dem Parkplatz und im Mietwagen, beschreibt ein eigener Artikel. Hier geht es nur darum, was körperlich klappt.
Stellungen auf dem Beifahrersitz
Von den beiden Vordersitzen ist der Beifahrersitz der bessere, denn vor ihm liegt nur das Handschuhfach. Den Sitz ganz nach hinten schieben und die Lehne so weit zurückstellen, wie das Auto es zulässt. Bei elektrischer Sitzverstellung muss je nach Modell dafür kurz die Zündung eingeschaltet sein. So entsteht eine schräge Liegefläche, auf der die Person oben Platz für ihre Knie hat.
Reiterstellung
Im Auto ist sie der Klassiker, und das zu Recht. Die Person unten liegt auf der zurückgeklappten Lehne. Die Person oben kniet auf dem Sitz, ein Bein links und eins rechts. Dabei stossen die Knie an die Tür und an die Mittelkonsole, daran führt kein Weg vorbei. Eine Jacke zwischen Knie und Konsole schafft etwas Abhilfe. Oben stösst der Kopf an den Dachhimmel, also besser etwas tiefer bleiben, statt sich aufzurichten. Praktisch an dieser Stellung ist, dass die Person oben Tempo und Tiefe bestimmt und das Auto viel weniger schaukelt als bei allem, was auf der Rückbank passiert.
Umgekehrte Reiterstellung
Gleicher Sitz, nur blickt die Person oben zur Windschutzscheibe. So sieht sie nach draussen, und wer sich auf einem Parkplatz nicht ganz wohl fühlt, wird das schätzen. Mit den Händen kann sie sich am Armaturenbrett abstützen, das entlastet die Knie. Allerdings ist der Winkel enger als in der Vorwärtsposition. In kleineren Autos ist dabei weniger das Lenkrad das Problem als der Platz für die Beine zwischen Sitz und Armaturenbrett. Darum klappt diese Variante in einem SUV oder Van besser als in einem Kleinwagen.
Stellungen auf der Rückbank
Die Rückbank ist zwar breiter als jeder Vordersitz, aber auch kürzer, als man meint. Eine durchschnittliche Rückbank ist 120 bis 140 Zentimeter lang. Ganz ausstrecken kann sich darauf niemand, für alles im Sitzen, Knien oder in Seitenlage reicht es aber.
Doggy
Die Person vorne kniet auf der Bank, stützt die Unterarme auf die Armlehne der Tür oder an die Fensterkante und zieht den Kopf ein. Die Person hinten kniet dahinter, unter Umständen mit einem Bein im Fussraum. Das klingt unbequem und ist es beim ersten Versuch auch. Ab dem zweiten Mal weiss man, wohin mit den Knien. Grosse Leute legen sich diagonal über die Bank und gewinnen so zehn Zentimeter. Bei Doggy wippt das Auto am stärksten, und das sieht man von aussen. Stehen noch andere Autos auf dem Parkplatz, nimmt man deshalb besser eine andere Stellung.
Löffelchen
Beide liegen seitlich auf der Bank, mit angewinkelten Beinen, weil sie sonst keinen Platz haben. Ruhiger geht es nicht: Das Auto bewegt sich kaum, und man kann nebenbei reden, wenn einem danach ist. Problematisch ist die Breite. Für zwei Leute nebeneinander ist eine Rückbank zu schmal, und wer hinten liegt, hängt halb über die Kante. Eine Decke, die über die Sitzkante hinunterhängt, polstert das ab. Wer die Rückbank umklappen kann, legt sich gleich in den Kofferraum und hat das Problem gar nicht erst.
Oralsex
Wer empfängt, sitzt ganz normal auf der Bank und rutscht etwas nach vorne. Die andere Person kniet im Fussraum. Als einzige Stellung im Auto zwickt und drückt hier nichts, sofern der Fussraum frei ist und die Vordersitze ganz nach vorne geschoben sind. Deshalb fangen viele damit an. Worauf es dabei ankommt, steht in den Tipps zum Cunnilingus.
Kombi, Van, SUV: wenn die Rückbank umklappt
Mit umgeklappter Rückbank sieht alles anders aus. Bank umklappen, Kofferraum leeren, zwei Decken hineinlegen, und schon hat man eine Fläche von 170 bis 200 Zentimetern Länge, also ein schmales Bett. Darauf klappt die Missionarsstellung, das Löffelchen ohne Kante, und danach kann man sich hinlegen, ohne dass ein Gurtschloss in den Rücken drückt.
Ladekante und Scharniere der umgeklappten Lehne drücken durch, deshalb braucht es zwei Decken statt einer. Ausserdem hat der Kofferraum meistens die wenigsten Fenster, und mit einer getönten Heckscheibe sieht man von aussen praktisch nichts. Ein Dachzelt bietet dasselbe, nur gemütlicher. Wo man in der Schweiz mit Auto und Dachzelt gut steht, beschreibt der Artikel zu den Orten für Sex im Freien.
Was den Unterschied macht: Vorbereitung
Ich dachte lange, die Stellung sei das Wichtigste. Inzwischen sehe ich das anders. Ob der Abend gelingt, entscheidet sich meistens daran, was vorher in den Kofferraum gepackt wurde.
Zwei Decken, eine zum Drauflegen und eine für nachher. Kleidung, die schnell aufgeht, damit sich niemand aus einer Hose mit fünf Knöpfen schälen muss, am besten ein Rock oder eine Jogginghose. Feuchte und trockene Tücher, griffbereit und nicht irgendwo unter dem Sitz. Wasser. Und das Auto so abstellen, dass man nachher aussteigen kann, ohne im Scheinwerferlicht eines anderen Autos zu stehen.
Motor aus, Handbremse an, bei einer elektronischen Parkbremse den Knopf drücken und sich nicht auf den Gang verlassen. Ein laufender Motor ist laut und stinkt, und beides fällt auf. Nach wenigen Minuten beschlagen die Scheiben, dagegen kann man nichts tun. Entweder nimmt man das als Sichtschutz, oder man öffnet ein Fenster einen Spalt. Im Winter zieht es dann kalt herein. Eine Standheizung läuft ohne Motor und hält das Auto warm, falls man eine hat. Ohne Standheizung heizt man vorher vor und muss damit rechnen, dass es nach zwanzig Minuten wieder kalt ist. Im Januar kommt es deshalb vor allem auf die Decken an.
Was viele nicht gerne hören: Meistens ist die Erwartung grösser als der Platz. Wer ein Bild aus einem Film im Kopf hat, wird enttäuscht sein. Wer damit rechnet, dass es eng und unbequem wird und trotzdem schön sein kann, liegt richtig. Wenn etwas zwickt, wechselt man die Position, und irgendetwas zwickt fast immer. Dass es an den 140 Zentimetern Rückbank liegt und man selbst nichts falsch macht, beschreibt der Artikel zu Performance-Druck und Unsicherheit ganz gut.
Wo das Auto steht
Am besten steht das Auto dort, wo niemand zufällig vorbeikommt. Am Abend kann das ein Aussichtsparkplatz an einer Passstrasse sein, ein Wanderparkplatz nach Sonnenuntergang oder die Zufahrt zu einem Feld, dessen Besitzer man nicht kennt. Der Parkplatz vor der Badi am Samstag gehört nicht dazu. Bewährte Orte sammelt der Artikel zu den Orten für Sex im Freien. Was passiert, wenn doch jemand zusieht, und warum man besser nicht auf eine Waldstrasse fährt, erklärt der Artikel zur Rechtslage.
Mit einer Escort im Auto
Ehrlich gesagt schlagen die meisten Escorts bei dieser Anfrage etwas anderes vor, nämlich ein Hotelzimmer oder ein Treffen bei sich, also einen Incall statt Outcall. Das liegt weniger am Platz als an ihrer Bewilligung, und die gilt für einen bestimmten Ort.
Wer es trotzdem will, spricht das vor der Buchung an und nicht erst, wenn beide schon im Auto sitzen. Einige Escorts, die Outdoor-Sex anbieten, beziehen das Auto als Rückzugsort an einem Aussichtspunkt mit ein, als Teil eines Treffens, das draussen anfängt und drinnen aufhört. Dann ist es vorher so abgemacht und kommt für niemanden überraschend.
Häufige Fragen
Welche Stellung ist im Auto am bequemsten?
Oralsex auf der Rückbank, mit der anderen Person im Fussraum, weil dabei nichts anstösst. Wenn beide aktiv sein wollen, ist es die Reiterstellung auf dem zurückgeklappten Beifahrersitz. Im Kombi mit umgeklappter Rückbank stellt sich die Frage gar nicht, dort geht fast alles.
Geht Sex im Auto auch im Winter?
Ja, wenn man sich vorbereitet. Das Auto vorheizen, zwei Decken mitnehmen und die Standheizung nutzen, falls es eine gibt. Die Scheiben beschlagen schneller als im Sommer und schützen so vor Blicken. Ohne Heizung ist die Wärme nach etwa zwanzig Minuten weg, danach hilft nur noch die Decke.
Welches Auto eignet sich am besten?
Ein Auto mit umklappbarer Rückbank und getönten Heckscheiben. Das trifft auf Kombis, Vans und die meisten SUV zu. In einem Kleinwagen geht es auch, dann bleiben aber nur der Beifahrersitz und Oralsex auf der Rückbank.
Zusammengefasst
- Der Fahrersitz ist tabu. Es funktionieren nur der Beifahrersitz und die Rückbank.
- Auf dem Beifahrersitz geht die Reiterstellung vorwärts und rückwärts, mit dem Sitz ganz hinten und der Lehne ganz unten.
- Auf der Rückbank gehen Doggy, Löffelchen und Oralsex. Bei Doggy wippt das Auto am meisten, beim Löffelchen am wenigsten.
- Mit umgeklappter Rückbank hat man im Kombi oder Van eine Liegefläche und damit fast alle Möglichkeiten.
- Zwei Decken, bequeme Kleidung, Tücher und ein ruhiger Parkplatz sind wichtiger als die Stellung.
- Mit einer Escort klärt man das Auto vor der Buchung und nicht erst unterwegs.
Wer ein Treffen draussen plant, findet auf Gingr Escorts, die Outdoor-Sex anbieten, und klärt vor der Buchung, ob das Auto dazugehört.